DIVERSITY & INCLUSION
André Puchta | Experte für Kommunikation,
Employer Branding, Personalmarketing & Public Affairs
Diversity & Inclusion: Haltung zeigen, Strukturen verändern, Wirkung entfalten
Diversity & Inclusion sind für André Puchta kein Zusatzkapitel, sondern ein roter Faden seiner Arbeit – in Kultur, Kommunikation und im Personalmarketing. Er verbindet Sichtbarkeit mit Substanz: durch klare Haltung, inklusive Sprache, wirksame Formate und den Anspruch, Vielfalt entlang des gesamten „Employee Lifecycle“ zu verankern – vom Employer Branding über Recruiting, Onboarding und Entwicklung bis zum Offboarding.
Von April 2019 bis August 2023 leitete André Puchta die Unternehmenskommunikation der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg sowie der Sana Gesundheitszentren Berlin-Brandenburg (SGZ). In dieser Funktion agierte er als Pressesprecher für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Seit September 2023 und noch bis Februar 2026 begleitet André Puchta als Leiter Personalmarketing die größte HR-Transformation der deutschen Healthcare-Branche bei Deutschlands drittgrößter privater Klinikgruppe mit rund 41.500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 3,6 Milliarden Euro.
Vielfalt trifft auf Respekt, Sichtbarkeit und Wertschätzung
Im Gesundheitswesen trifft Vielfalt jeden Tag auf Realität: In den bundesweit rund 120 Einrichtungen arbeiten nicht nur über 200 Berufsbilder Hand in Hand, sondern auch Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Weltanschauung. In einem solchen Arbeitsumfeld haben Vorurteile keinen Platz – weil die besten Ideen dort entstehen, wo unterschiedliche Charaktere, Denkweisen und Erfahrungen zusammenkommen.
Gleichzeitig fordert vor allem die Pflege viel von den Menschen. Diverse Teams leisten täglich Großartiges – mit Empathie, Humor und Wertschätzung. „Vielfalt schafft Stärke“ ist keine Formel, sondern eine Beschreibung dessen, was gute Versorgung und gutes Arbeiten möglich macht. Sichtbarkeit ist dabei ein zentrales Thema.
Als erstes Krankenhaus in der Bundeshauptstadt trat das Sana Klinikum Lichtenberg im Oktober 2019 dem Berliner Toleranzbündnis bei. Seit Sommer 2019 engagiert sich Sana zudem als exklusiver Partner aus dem Healthcare-Bereich beim Berlin Canal Pride – für ein buntes Arbeitsumfeld an einem Ort, an dem Menschen einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Für Authentizität, Inklusion und die Sichtbarkeit der LGBTIQ+ Community im Job. Für einen que(e)ren Berufseinstieg. Denn auch Haltung und Wertschätzung müssen gepflegt werden.
Für ein vielfältiges Arbeitsumfeld
Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat sich Sana bereits seit 2010 verpflichtet, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und Vielfalt als festen Bestandteil der Unternehmenskultur verankert.
André Puchta erhebt auch persönlich seine Stimme. Als Angehöriger der LGBTQIA+ Community positioniert er sich gegen Diskriminierung – gegen die Ausgrenzung von Menschen, die anders aussehen, anders glauben, anders lieben, anders sprechen oder andere Meinungen vertreten.
Als Keynote Speaker eröffnete er beispielsweise 2019 in Bayern die Demokratiekonferenz „Demokratie leben in der Mitte Europas“ mit seiner Keynote „Denn Gutes beginnt im Kleinen“. Mit der Keynote „Gutes beginnt im Kleinen. Für ein echtes Miteinander“ ermutigte er im November 2019 in Bad Alexandersbad (Bayern) als Hauptredner der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Demokratiekonferenz zu mehr Engagement der Zivilgesellschaft.
Auch in seiner Verbandsarbeit verfolgt er dieses Ziel: Als Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kommunikation - der Deutschen Public Relations (DPRG) - in Berlin und Brandenburg setzt er sich seit Januar 2020 dafür ein, gleiche Chancen für alle zu schaffen und den Wert jedes Menschen wirklich zu würdigen.
Persönliche Stimme und gesellschaftliches Engagement
Einen prägenden Teil seiner Diversity- und Inklusionsarbeit gestaltete André Puchta von Januar 2013 bis März 2019 am Friedrichstadt-Palast Berlin. Dort gestaltete er als Direktor Kommunikation die Kommunikation der größten Theaterbühne der Welt und positionierte den Palast als Ort der Kreativität, der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts.
Mit dem Berliner CSD lud das Haus im Juni 2013 erstmals zum großen Drag Walk Casting ein: Drag Queens aus ganz Deutschland waren aufgerufen, ihre Heimatstadt oder ihr Bundesland im Finale der Hauptstadtgala zu vertreten.
Aufsehen erregte 2014 die Entscheidung, zu Premieren keine Botschafter mehr aus Ländern einzuladen, die von Staats wegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren. Im Januar 2015 diskutierte André Puchta dazu im Auswärtigen Amt mit Michael Roth (Staatsminister für Europa), Selmin Çaliskan (Generalsekretärin, Amnesty International), Boris Dittrich (Human Rights Watch) und Martin Reichert (taz) über die protokollarische Nichteinladung von Botschaftern aus Ländern, in denen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und kriminalisiert werden.
Nach der Bundestagswahl 2017 distanzierte sich der Friedrichstadt-Palast als erste staatliche Bühne öffentlich vom Weltbild der Alternative für Deutschland. Darüber entbrannte bundesweit die Debatte, wie Theater mit Rassismus und Rechtsextremismus umgehen können und sollen. Die Positionierung hatte Konsequenzen: Hassmails, Morddrohungen, der Antrag auf Kürzung von Zuwendungsmitteln und eine Bombendrohung samt Evakuierung.
Respektvoller Umgang miteinander
Ebenfalls 2017 warb André Puchta gemeinsam mit der Friedensaktivistin Seyran Ateş, Initiatorin und Mitbegründerin der liberalen Ibn Rushd-Goethe-Moschee, für die Initiative „Respect each other“ und einen respektvollen Umgang miteinander – weshalb er nach eigenem Erleben wohl nie mehr in die Türkei einreisen sollte.
Mit der Wertschätzungs-Kampagne #MedizinFürKultur konzipierte André Puchta im April 2020 eine bundesweit geachtete Solidaritäts-Initiative von (queeren) Mitarbeitern der Gesundheitsbranche, die sich plakativ an die Seite kultureller Institutionen stellte. Die Corona-Pandemie stellte Kunst und Kultur vor ungeahnte Herausforderungen – und zugleich zeigte sich: Gesundheit und Kultur sind wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie stellen Fragen und geben Antworten.
Unter dem Eindruck einer bedrückenden Stille, die vielerorts den Applaus ersetzte, beteiligten sich Mitarbeitende aus allen Funktionsbereichen des Sana Klinikum Lichtenberg in Berlin an einer hausintern konzipierten Haltungs-Initiative, fotografisch begleitet vom Berliner Fotografen Kai Abresch.
Die im Netz vielfach geteilten Motive wie „Kultur spiegelt die Stadt. Wir spiegeln Magen und Darm“ wurden von rund 70 Theatern, Opern und Konzerthäusern in Deutschland aufgegriffen – darunter die Staatsoper Unter den Linden, das Deutsche Theater Berlin, der Gasteig München, die Deutsche Oper Berlin, die Berliner Festspiele und das Konzerthaus Dortmund.
Neben Prof. Monika Grütters als Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Dr. Klaus Lederer als Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin begrüßten auch der Deutsche Bühnenverein, der Deutsche Musikrat und die Berlin Music Commission den unverhofften Schulterschluss – in Zeiten von Lockdown und Social Distancing.
Mit „HalbzeitStory“ veröffentlichte André Puchta im November 2021 ein autobiografisches Mutmacherbuch – als Weckruf an etablierte Unternehmen, stärker auf emotionale Empathie und soziale Kompetenzen zu setzen.
Im Januar 2022 absolvierte er am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim die Weiterbildung zum zertifizierten MHFA Ersthelfer für psychische Gesundheit. Er lernte, Probleme rechtzeitig zu erkennen, Zugang zu Betroffenen zu finden und andere dabei zu unterstützen, psychische Krisen zu bewältigen bzw. zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe zu ermutigen.
Ein Weckruf für Empathie
Weitere Zertifikatskurse folgten – zu „Diversität und Inklusion in globalen Unternehmen“, zu „Inklusive Sprache“ sowie zur „nachhaltigen Umsetzung von Diversity-Strategien“ (Project Management Institute). Sein Anspruch: DEIB (Diversity, Equity, Inclusion and Belonging) nicht punktuell, sondern konsequent entlang des gesamten Mitarbeiterlebenszyklus zu verankern – vom Employer Branding über Recruiting und Onboarding bis zur Personalentwicklung und zum Offboarding.
Ein sichtbares Beispiel dieser Haltung:
„Vielfalt beginnt mit der Geburt“. Im Herbst 2022 wurden in der Geburtsklinik am Sana Klinikum Lichtenberg Begrüßungs-Bodies ohne stereotype Botschaften und Farben eingeführt, um gesellschaftliche Diversität abzubilden.
In seiner konzernweiten Arbeit schaut André Puchta mit Teams und Stakeholdern gezielt auf Bildwelten, Tonalität und inklusive Wortwahl, um die Vielfalt der Belegschaft sichtbar zu machen. Um diesen Wert zu betonen, werden gezielt Female Empowerment, Best Ager, Menschen mit Migrationshintergrund, LGBTQIA+ und kulturelle Vielfalt in den Mittelpunkt gestellt. Für diese Maßnahmen wurde Sana im Juli 2025 mit dem BEST RECRUITERS Award 2024/25 als Branchensieger in der Kategorie „Krankenhäuser / Stationäre Einrichtungen“ in Berlin ausgezeichnet.
Als Diversity-Beauftragter initiierte André Puchta im Januar 2024 die Gründung des konzernweiten LGBTQIA+ Netzwerks #SanaProud – mit dem Ziel, ein vielfältiges, respektvolles und offenes Arbeitsumfeld nachhaltig zu stärken. Das Netzwerk wurde im September 2025 von der gemeinnützigen PROUT AT WORK-Foundation gemeinsam mit der Messe München und PwC Deutschland als eines von drei herausragenden Unternehmens-Netzwerken ausgezeichnet.
Ebenfalls im September 2025 folgte eine weitere Anerkennung: Das F.A.Z.-Institut zeichnete Sana in der Kategorie „Private Krankenhäuser“ als „Vorbild in Vielfalt und Diversity 2025“ aus – mit 92,8 von 100 möglichen Punkten. Die internationale Dimension dieses Engagements wurde schließlich mit der Aufnahme Sanas in das Ranking „Europe’s Diversity Leaders 2026“ durch die Financial Times und Statista im November 2025 unterstrichen.
Die Platzierung unter den 800 führenden Unternehmen Europas basierte auf einer unabhängigen Befragung von über 100.000 Mitarbeitern sowie auf objektiven Diversity-Indikatoren. Im November 2025 wurde André Puchta zudem als PROUT Executive 2025 durch die gemeinnützige PROUT AT WORK-Foundation nominiert – gemeinsam mit Timon Gremmels (Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur in Hessen) und weiteren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.





