POLITIK

André Puchta | Experte für Kommunikation,

Employer Branding, Personalmarketing & Public Affairs

Politik: Überzeugung, Beteiligung und Kommunikation auf Augenhöhe


Politik ist für André Puchta kein abstraktes System, sondern gelebte Beteiligung. Sie beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und bereit sind, für ihre Überzeugungen einzustehen – auch gegen Widerstände. Seine politischen Erfahrungen sind eng mit seiner kommunikativen Prägung verbunden und bilden ein frühes Fundament für seine spätere Arbeit in Öffentlichkeit, Kultur und Gesellschaft.


Im Oktober 2000 übernahm André Puchta den Vorsitz der Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Landkreis Hof. Früh setzte er sich für politische Teilhabe junger Menschen ein und lernte, Mehrheiten zu organisieren, Positionen zu erklären und Konflikte auszutragen.


Bei den Bayerischen Kommunalwahlen am 3. März 2002 kandidierte er im Alter von 18 Jahren für den Gemeinderat seiner Heimatgemeinde Zell im Fichtelgebirge. In der parteiinternen Nominierungsversammlung erkämpfte er sich in geheimer Abstimmung einen zehnten Listenplatz – gegen Vorbehalte, Skepsis und fehlende Unterstützung aus Teilen der eigenen Reihen. Altersargumente und traditionelle Denkmuster prägten die Diskussionen. Für André Puchta war früh klar: Politik lebt von Erneuerung.

Wahlkampf an der Haustür: Vertrauen als gestaltende Kraft


Der anschließende Wahlkampf war klassisch und mühsam. Er ließ Flyer mit dem Titel „Zukunft gestalten“ entwerfen und drucken – finanziert aus seiner Zivildienstvergütung – und verteilte sie persönlich in jedem Briefkasten. Ergänzt wurde dies durch Haustürwahlkampf: nach der Frühschicht, vor der Spätrunde, von Haus zu Haus, von Hof zu Hof, durch Ortsteile wie Erbsbühl, Schnackenhof, Oberhaid und Rieglersreuth.


Er hörte Zustimmung, Ablehnung und Misstrauen, begegnete festen politischen Überzeugungen ebenso wie offener Skepsis gegenüber einem jungen Kandidaten. Trotz einzelner Anfeindungen blieb er unbeirrt. Der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern wurde für ihn zur wichtigsten politischen Erfahrung: zuhören, argumentieren, erklären – und aushalten.


Der Wahltag brachte eine Überraschung. Mit 1.068 gültigen Stimmen von 1.302 Wahlberechtigten erzielte André Puchta das fünftbeste Stimmenergebnis von insgesamt 84 Kandidatinnen und Kandidaten. Er rückte von Listenplatz zehn auf Rang vier vor – ein deutlicher Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler.

Eindeutige Positionierung


Noch vor der Vereidigung als Gemeinderat ergab sich für ihn jedoch die Möglichkeit eines beruflichen Wechsels nach Berlin, verbunden mit der Verlegung des Hauptwohnsitzes. Er bat daher um die Annahme seiner Verzichtserklärung. Der Schritt bedeutete keinen Abschied von der Kommunalpolitik, sondern eine bewusste Entscheidung für einen neuen Lebensabschnitt. Die Verbindung zu seiner Heimat blieb – politisch wie emotional – bestehen.


Ein besonders prägendes politisches Projekt folgte wenige Jahre später. Am 24. November 2006 beantragte die Marktgemeinde Zell auf Initiative von André Puchta hin – 683 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung – ein förmliches Namensergänzungsverfahren. Ziel war es, die Gemeinde eindeutig zu positionieren und Verwechslungen mit zahlreichen gleichnamigen Orten zu vermeiden.


Das Verfahren war langwierig, politisch umstritten und emotional aufgeladen. Es führte zu intensiven Debatten in Gemeinderat, Verwaltung, Öffentlichkeit und Medien. Nach 25 Jahren wurde im Landkreis Hof erstmals wieder ein solcher Vorgang eingeleitet. Mit dem Bescheid des Landratsamts Hof wurde die Namensergänzung „Zell im Fichtelgebirge“ zum 15. Juli 2007 offiziell gültig – ein Beispiel dafür, wie politische Initiative, Beharrlichkeit und Beteiligung nachhaltige Wirkung entfalten können.

Frühe Schule der Kommunikation


Aus diesen Erfahrungen entwickelte André Puchta früh ein tiefes Verständnis für politische Kommunikation. Erfolgreiche Politik braucht klare Botschaften, strategisches Vorgehen und vor allem Authentizität. Vertrauen entsteht dort, wo Werte, Ziele und Handeln übereinstimmen.


Medienarbeit – ob über Interviews, Reden oder digitale Kanäle – ist dabei kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Dialog. Politische Kommunikation muss empathisch sein, die Anliegen der Menschen ernst nehmen und Feedback zulassen. Gleichzeitig gehört Krisenkommunikation zur politischen Realität. Rückblickend war die Politik für André Puchta eine frühe Schule der Kommunikation: für Argumentationsstärke, Konfliktfähigkeit und den Mut, Haltung zu zeigen.


Sie lehrte ihn, dass Beteiligung anstrengend sein kann – aber notwendig ist, wenn sich etwas bewegen soll. Vieles von dem, was seine spätere Arbeit in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft prägt, hat hier seinen Ursprung. Politik, so seine Überzeugung, beginnt im Kleinen. Und genau dort entfaltet sie oft die größte Wirkung.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.