KULTUR

André Puchta | Experte für Kommunikation,

Employer Branding, Personalmarketing & Public Affairs

Kultur als Verantwortung: Kommunikation mit Haltung und Wirkung


Kultur ist für André Puchta kein Selbstzweck. Sie ist öffentlicher Raum, gesellschaftlicher Resonanzkörper und politische Projektionsfläche. Wer Kultur kommuniziert, trägt Verantwortung – für Inhalte, für Haltung und für die Wirkung nach außen. Kaum eine Station seiner Laufbahn verdeutlicht das so klar wie seine Zeit am Friedrichstadt-Palast Berlin, der größten Theaterbühne der Welt.


Von Januar 2013 bis März 2019 verantwortete André Puchta die Kommunikation des Hauses und sprach für den Kulturmanager und Intendanten Dr. Berndt Schmidt. In dieser Zeit begleitete er eine Phase außergewöhnlicher wirtschaftlicher und künstlerischer Erfolge: 2013 kommunizierte er das bis dahin beste Ergebnis der über 100-jährigen Bühnengeschichte, 2017 folgte das zweitbeste Ergebnis – Meilensteine, die den Friedrichstadt-Palast auch wirtschaftlich als relevanten Akteur der Kulturlandschaft positionierten.


Unter seiner Leitung entwickelte sich das Direktorat Kommunikation zu einem vielfach ausgezeichneten Bereich. In diesen Jahren wurde der Friedrichstadt-Palast viermal für den PR-Bild Award der dpa-Tochter news aktuell nominiert und dreimal prämiert. Die Motive standen exemplarisch für eine Bildsprache, die Unterhaltung, Kunst und gesellschaftliche Relevanz miteinander verband – visuell stark, emotional zugänglich und journalistisch anschlussfähig.


Seine Nähe zur internationalen Mode- und Designszene vertiefte André Puchta in der Zusammenarbeit mit Jean Paul Gaultier, dem Enfant terrible der französischen Mode und Meister der ikonischen Silhouetten, mit Thierry Mugler, bekannt für seine skulpturalen Entwürfe und spektakulären Bühneninszenierungen, sowie mit Philip Treacy, einem der weltweit einflussreichsten Hutmacher und Ausstatter internationaler Modehäuser und Bühnenproduktionen.

Sichtbarkeit, Bildsprache und Auszeichnung


Kulturelle Kommunikation endet für André Puchta nicht bei Reichweite oder Applaus. Sie muss Haltung zeigen – insbesondere dann, wenn gesellschaftliche Grundwerte in Frage gestellt werden. Nach der Bundestagswahl 2017 distanzierte sich der Friedrichstadt-Palast als erste staatliche Bühne öffentlich vom Weltbild der Alternative für Deutschland. 


Die klare Positionierung löste eine bundesweite Debatte darüber aus, wie Theater mit Rassismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung umgehen können und sollen. Die Entscheidung machte deutlich, dass Kulturorte nicht neutral sein müssen, wenn es um Menschenwürde, Vielfalt und Demokratie geht. Sie können – und sollten – Haltung zeigen. Die kommunikative Begleitung dieser Positionierung verlangte Mut, Präzision und ein tiefes Verständnis für gesellschaftliche Diskurse. 


Aus dieser Haltung heraus entstand im Juni 2018 die Kampagne „KartenGegenTaten“. Der Friedrichstadt-Palast vergab Freikarten an Menschen, die unverschuldet verbalen oder tätlichen Hass, Rassismus, Sexismus, Diskriminierung, Homophobie oder Antisemitismus erfahren hatten. Die Kampagne verstand Kultur bewusst als Schutzraum – als Ort der Solidarität, der Sichtbarkeit und der Wertschätzung. 

„KartenGegenTaten“ wurde weit über Berlin hinaus wahrgenommen und zeigte, wie Kulturinstitutionen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können, ohne belehrend zu wirken. Die Bühne wurde zum Symbol: für Zusammenhalt, Offenheit und die Kraft kultureller Teilhabe. 


Rückblickend steht André Puchtas Arbeit am Friedrichstadt-Palast für eine Kulturkommunikation, die Wirkung entfaltet, weil sie Haltung hat. Sie verbindet künstlerischen Anspruch mit gesellschaftlicher Verantwortung, wirtschaftlichen Erfolg mit klarer Positionierung und Sichtbarkeit mit Substanz. Genau darin liegt für ihn die eigentliche Stärke von Kultur: Sie kann unterhalten – und zugleich verändern.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.