HTWWWM | Die offizielle

Weltmeisterschaft im Handtaschen-Weitwurf

André Puchta | Experte für Kommunikation,

Personalmarketing & Public Affairs

HTWWWM: Von der starken Idee zur internationalen Marke


Die Handtaschen-Weitwurf-Weltmeisterschaft (HTWWWM) war von Beginn an cool gedacht – nicht ironisch, nicht zufällig, nicht als Gag. Sie entstand aus einem präzisen Verständnis dafür, wie Aufmerksamkeit funktioniert, wie Popkultur entsteht und wie sich Alltagsphänomene in emotionale, medienwirksame Erlebnisse übersetzen lassen.


Im März 2010 reiste André Puchta „arschkalt frierend“ nach Thüringen und betreute für den deutschen Lebensmittelhersteller Krüger das Sponsoring-Engagement bei der von ProSieben zum achten Mal ausgerichteten Wok-WM in Oberhof. Teilzeit-Athleten rasten in modifizierten asiatischen Woks eine Rennrodel- und Bobbahn hinunter; als exklusiver Partner begleitete Krüger das Qualifying, auf der Chai-Latte-Rampe wurden Startpositionen ermittelt.


Ein handgearbeiteter Stahlblech-Wok füllte zwei vierstündige Live-Sendungen zur Prime Time – eine gewölbte Pfanne zur Hauptsendezeit. André Puchta liebt genau diese Momente, in denen Absurdität zum Gespräch wird und Marke plötzlich Kulturkontakt hat.


HTWWWM.COM

Von der Vision zur Bühne: Professionalisierung eines neuen Formats


Aus einer Beobachtung wurde später sein wohl bekanntestes Konzept: Wenige Wochen nach der Wok-WM sah er in einem Café auf der Kölner Ehrenstraße durchs Fenster den sekunden­schnellen Raubversuch einer Handtasche. Er las sich in Studien ein und stieß auf eine Zahl, die ihm als Storyhaken nicht mehr aus dem Kopf ging: Frauen verbringen etwa 76 Tage ihres Lebens damit, in Handtaschen zu wühlen. Warum fristen diese „treuen Begleiterinnen“ ein Schattendasein?


Auf einem Parkplatz vor dem Studio der Harald-Schmidt-Show in Köln-Mülheim warf er die mit Sand befüllte Handtasche seiner PR-Volontärin Sarah Schürmann so beherzt, dass sie auf der Plane eines LKW landete – Sarahs Tag war gelaufen, seiner auch. Aber die Idee war geboren. Im Frühjahr 2011 konzipierte André Puchta die HTWWWM, die offizielle Weltmeisterschaft im Handtaschen-Weitwurf. Der Movie Park Germany in Bottrop-Kirchhellen sagte nach kurzer Bedenkzeit zu: „Wir machen das, auch wenn wir keine Ahnung haben, wohin das führt.“


Im Juni 2012 folgte die Pressekonferenz, der Raum platzte aus allen Nähten, eine WDR-Reporterin fragte misstrauisch: „Ist das Ihr Ernst oder entdecken wir gleich die versteckte Kamera?“ Selbst beim Probe-Weitwurf ging es zur Sache: Eine Muster-Handtasche beschädigte eine mobile WDR-Kamera, André Puchta stand kurz vor einer ausgerenkten Schulter – und schlüpfte endgültig in die Rolle des Ideengebers, Organisators und Pressesprechers einer zunächst belächelten Spaßveranstaltung.

Internationale Resonanz: Medien, Menschen und Momentum


Die HTWWWM wurde von Sommer 2012 bis 2016 im Movie Park Germany ausgetragen, arbeitete mit vier Wurfdisziplinen (Stoßen, Freestyle, Diskuswurf und Kurbelwurf), mit leihweise gestellten, vor Ort gewogenen und vor dem Wurf verplombten Handtaschen sowie einer Jury, die neben Weite auch technische Ausführung, Choreografie, Ausstrahlung, Requisiten, Schminktechnik und Schuhwerk bewertete. Eine in den Niederlanden angefertigte Wandertrophäe aus Kupfer – das „Goldene Täschchen“ – gehört bis heute zu André Puchtas in Berlin beheimateten Erinnerungsstücken.


Der Erfolg war global: Mehr als 950 Medien aus 22 Ländern berichteten über die HTWWWM, darunter CNN, der Myanmar International TV Channel, die türkische Tageszeitung Hürriyet, der pakistanische News Channel Abb Takk, der iranische Auslandsfernsehsender Press TV, rediff und WION in Indien, THVL in Vietnam, Sada Al-Balad im Libanon, SAPO in Portugal, minutouno in Argentinien und die Agenzia Nazionale Stampa Associata in Italien.


Die HTWWWM schaffte es in Rankings (Welt der Wunder: Platz 4 der zehn ausgefallensten Veranstaltungen in Europa im April 2015; Deutsche Welle: Platz 8 der zehn schrägsten Veranstaltungen in Europa im April 2016), wurde von der BILD zu den zehn verrücktesten Wettbewerben und Festivals weltweit gezählt und bekam sogar eine eigene Folge in der BR-Serie Dahoam is Dahoam (Episode 1.614).

Höhepunkt und Haltung: Warum der richtige Abschied Teil des Erfolgs war


Prominente Gast-Juroren wie Roberto Blanco, Margarethe Schreinemakers, Natascha Ochsenknecht, Sarah Knappik oder Eva von den Jacob Sisters sorgten zusätzlich für Aufmerksamkeit. Sportlich setzte Stefan Koopmann 2016 mit 46,20 Metern eine Bestmarke – und nach fünf Sommern beendete André Puchta das Format bewusst, um es nicht beliebig werden zu lassen. Der Weltrekord entsprach damals, wie er selbst augenzwinkernd rechnete, der Länge von fünf afrikanischen Steppenelefanten, 27 Reiner Calmund (vor dessen Magenbypass-Operation) oder 355 iPhones.


Nach fünf erfolgreichen Sommern zog André Puchta im August 2016 bewusst einen Schlussstrich. Die HTWWWM sollte außergewöhnlich bleiben, nicht beliebig werden. Sie hatte ihren Höhepunkt erreicht – sportlich, medial und emotional.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

SPIEGEL Online


„Es geht darum, loslassen zu können“

WELT


„Vorsicht in Bottrop: Die WM lockt Teilnehmer aus aller Welt an.“

Hamburger Abendblatt


„Flieg, Handtasche, flieg.“

STERN


„Leider nicht olympisch: Bei dieser spektakulären Randsportart purzelten die Weltrekorde.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung


„Auch fernab von Rio geht es sportlich zu.“

Rheinische Post


„Wenn Handtaschen zu Wurfgeschossen werden.“

Hannoversche Allgemeine


„Die Handtasche soll ein Symbol der weltweiten Verbundenheit sein.“

Augsburger Allgemeine


„Es darf geschleudert, gestoßen oder nach Diskusart geworfen werden.“

WAZ


„Der Zuschauer-Andrang ist riesig.“

Bayerischer Rundfunk


„Ein Oberfranke organisiert die WM. Die Veranstaltung zählt zu den wohl schrägsten Weltmeisterschaften überhaupt.“

Wirtschaftswoche


„64 Männer und Frauen aus 16 Ländern treten an, um die goldene Handtasche als Trophäe mit nach Hause nehmen zu dürfen.“

WDR


„Das vielleicht amüsanteste Sportereignis auf dem Globus.“