TEXT

André Puchta | Experte für Kommunikation,

Employer Branding, Personalmarketing & Public Affairs

Text – Handwerk, Haltung und die Kunst, genau hinzusehen


Texte begleiten André Puchta, seit er denken und beobachten kann. Lange bevor Kommunikation zu seinem Beruf wurde, war Schreiben für ihn Ausdruck von Neugier, Haltung und dem Wunsch, Geschichten festzuhalten, die sonst unbeachtet geblieben wären.


Seine journalistische Sozialisation begann früh. Bereits in der achten Klasse nahm er am Projekt „Zeitung in der Schule“ teil und veröffentlichte am 12. August 1997 seinen ersten eigenen Artikel – 48 Zeilen über eine privat initiierte Aktion gegen Ferntransporte von Schlachttieren. Bis 2002 sollten mehr als 800 weitere Veröffentlichungen folgen. Texte über große Themen und kleine Ereignisse, über Politik und Alltag, über Menschen, die selten im Rampenlicht stehen.


Während seiner Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel ermöglichte ihm sein Ausbilder Gerd Döring den Spagat zwischen Beruf und Leidenschaft. Nach Feierabend, am Wochenende oder zwischen zwei Schichten berichtete André Puchta als freier Mitarbeiter für die regionale Tageszeitung Frankenpost – von Gartenfesten und Gemeinderatssitzungen, vom Neubau der Polizeidirektion bis zum Flugplatzfest, vom lustigen Obstpressen auf dem Bauernhof bis zur Jahreshauptversammlung des Leichenkassenvereins. Bezahlt wurde pro Zeile, gelernt wurde fürs Leben.


Diese Jahre prägten sein Verständnis von Text nachhaltig. Schreiben bedeutete zuhören, genau hinsehen, einordnen – und das Wesentliche auf den Punkt bringen. Interviews führte er nicht nur mit Abgeordneten, sondern auch mit Kaninchenzüchtern, Glockensachverständigen, Ehrenamtlichen oder der Mutter eines der bekanntesten deutschen Entertainer. Geschichten entstanden im Wohnzimmer, im Bierzelt, auf Berggipfeln oder zwischen Kaffeekränzchen und Kachelofen. 


Anderthalb Jahre nach dem Tod seines Vaters leistete André Puchta seinen zehnmonatigen Zivildienst in jener Pflegeeinrichtung, in der dieser zuletzt betreut worden war. Die dort gesammelten Eindrücke verarbeitete er ab September 2001 in einer mehrteiligen Reportage für die Frankenpost sowie in einem Autorenbeitrag für das Zivildienst-Magazin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Texte, die nicht erklärten, sondern erzählten – leise, respektvoll und nah.

Geschichten, die bleiben: Schreiben heißt zuhören


Für seine Mitarbeit an der Serie „Unsere Jugend, unsere Zukunft“ wurde die Redaktion im Dezember 2000 mit dem Anerkennungspreis der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet. Auch jenseits der Tageszeitung blieb das Schreiben zentral. 2011 interviewte André Puchta als freier Autor für das Anlegermagazin Stocks der Axel Springer Schweiz AG Persönlichkeiten wie den Schweizer Rockmusiker Chris von Rohr für die Rubrik „Die letzte Seite“.


Im November 2021 veröffentlichte er mit „HalbzeitStory“ ein autobiografisches Mutmacherbuch. Darin zeigt er, dass Bildungswege nicht geradlinig verlaufen müssen – und dass Herkunft, Schulnoten oder Umwege nicht über den Wert eines Lebens entscheiden. Gutes, so seine Botschaft, beginnt oft im Kleinen.


Seit April 2023 verfasst André Puchta regelmäßig Gastbeiträge für f&w – führen und wirtschaften im Krankenhaus, die führende Fachzeitschrift für Klinikmanagement in Deutschland. Dort verbindet er journalistische Klarheit mit Branchenkenntnis und strategischer Einordnung.


Gute Texte bleiben im Kopf. Davon ist André Puchta überzeugt. Um seine Inhalte auch im digitalen Raum noch wirkungsvoller zu gestalten, absolvierte er im März 2025 einen Zertifikatskurs zu „Strategien für digitales Storytelling“. Digitale Erzählweisen, die Emotionen mit Fakten verbinden, erweitern seither sein Repertoire – ohne das Handwerk zu vergessen, mit dem alles begann.


Denn egal ob Reportage, Interview, Fachbeitrag oder Buch: Für André Puchta ist Text immer Beziehung. Zwischen Autor und Leser, zwischen Thema und Wirklichkeit. Und genau darin liegt seine Kraft.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.